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Zahnärztliche Schienentherapie/ CMD

Durch vielfach geartete Faktoren entwickelt sich oftmals ein Krankheitsbild, das als Craniomandibuläre Dysfunktion (Cranium = Schädel; Mandibula = Unterkiefer; Dysfunktion = Fehlfunktion) bezeichnet wird. Kurz: CMD.

Zahnärztliche Schienentherapie bei CMD

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zeichnet sich oftmals durch ein vielfältiges Bild der Beschwerden aus. Vereinfacht ausgedrückt, bedeutet Craniomandibuläre Dysfunktion, dass zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) etwas nicht richtig funktioniert. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Funktionsstörung des Kausystems in der Zahnmedizin keine Diagnose darstellt. CMD ist lediglich ein Sammelbegriff für verschiedene Symptome und Befunde im Kopf-Kiefer-Wirbelsäulenbereich.

CMD-Therapie

Bei einer CMD-Therapie werden nicht nur Kiefergelenkprobleme berücksichtigt, sondern viele interdisziplinäre Faktoren. Nach einer Funktionsanalyse wird anhand der Analysewerte eine Aufbissschiene gefertigt und entweder direkt auf die Zähne aufgeklebt oder als herausnehmbare Schiene vor allem nachts getragen. Die Aufbissschiene sorgt dafür, dass die Ober- und Unterkiefer-Zähne wieder zueinander passen und die Kiefergelenke entlastet werden. Dadurch wird ein Zähneknirschen verhindert. Die Stresskaskade des Patienten wird durchbrochen und die Basis für eine interdisziplinäre Behandlung der unterschiedlichen Beschwerde-Bereiche geschaffen.

Wie läuft die CMD-Behandlung ab?

Die Therapie einer craniomandibulären Dysfunktion sollte in einem abgestimmten, offenen Konzept mit Medizinern anderer Fachrichtungen, Bewegungsanalytikern und Physiotherapeuten durchgeführt werden. Durch die interdisziplinäre Kommunikation und die Begleitung des Patienten wird der Erfolg der Therapie maßgeblich unterstützt.
Die Behandlung der CMD wird deshalb in unserer Praxis in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten (Kieferorthopäden und Manualmedizinern) durchgeführt. Ziel ist es die Schmerzen des Patienten langfristig zu reduzieren und die Ursachen zu bekämpfen. Da die Symptomatik der Beschwerden bei jedem Patienten anders ist, verläuft auch die Schienentherapie bzw. die Behandlung von CMD individuell.

In einem zweiten Behandlungsschritt geht es darum, den stabilen Zustand der Okklusion (Bissstellung) und der Körperstatik nach der Therapie mit einer Aufbissschiene dauerhaft zu erhalten. Anhand unserer Ergebnisse der Funktionsdiagnostik erarbeiten wir dann für Sie mithilfe modernster Technik die weitere Therapie zur Wiederherstellung der vollen Kaufunktion. Die Kaumuskulatur sollte frei von Schmerzen sein. Die Überführung der in der Therapie eingestellten Okklusion in den festen prothetischen Zahnersatz ist für uns als Zahnarzt eine besondere Herausforderung, die viel Erfahrung und Fachwissen voraussetzt. Unsere Experten in unserer Zahnarztpraxis in München Bogenhausen sind im Umgang mit CMD-Patienten geschult und kümmern sich nach neuesten Erkenntnissen der Zahnmedizin um Ihre Behandlung.

CMD-Symptome – So äußert sich eine Craniomandibuläre Dysfunktion

So kann eine fehlerhafte Bissstellung z. B. infolge eines Zahnverlustes über die Kiefergelenke auf Kopfhaltung und Wirbelsäulenstellung Einfluss nehmen. CMD kann unter anderem folgende Symptome auslösen:

  • Kopfschmerzen
  • Nackenverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Gesichtsschmerzen

Aber auch viele Nerven-/Muskel-Beschwerdebilder und Fehlfunktionen der Kiefergelenke bzw. Fehlstellungen der Kiefer als Folge falscher Verzahnung sind keine Seltenheit. Diese werden in den meisten Fällen im ersten Behandlungsschritt mithilfe einer Aufbissschiene therapiert. Wird bei einer Kiefergelenksdiagnostik eine Craniomandibuläre Dysfunktion festgestellt, ist eine CMD-Therapie mit zahnmedizinischen Schienen erforderlich.

Welche Ursachen hat CMD?

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion kann vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter aufgrund verschiedenster Ursachen auftreten. Fehlbisslagen oder Probleme in der Ganzkörperstatik, wie zum Beispiel Blockierungen der Wirbelsäule, dauernde Fehlhaltungen oder Dysbalancen, können auslösende Faktoren sein. Das Leben betroffener Patienten kann aufgrund von Schmerzen sehr belastend und stark eingeschränkt sein. Auswirkungen einer CMD sind dabei in „beiden Richtungen“ möglich: Eine Fehlstellung der Wirbelsäule kann zu einer craniomandibulären Dysfunktion führen („aufsteigende Belastung“) und umgekehrt kann das Kiefergelenk Beschwerden im Lenden-Becken-Bereich verursachen („absteigende Belastung“).

Schmerzen durch CMD – kurzfristige Abhilfe bei Verspannungen

Neben der Behandlung bei Ihrem CMD-Zahnarzt gibt es ein paar Tricks, wie Sie bei akuten Verspannungen und Schmerzen kurzfristig Abhilfe schaffen können. Bei stressbedingten Verspannungen ist es wichtig sich einen Ausgleich zu schaffen. Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind zum Abbau von Stress geeignet. Auch Sport oder leichte Bewegung durch Spaziergänge können Maßnahmen sein, um Spannungen abzubauen, die zu einem sogenannten Bruxismus (Zähneknirschen) geführt haben.
Unbewusstes Zähneknirschen passiert besonders häufig, wenn Patienten unter Stress stehen. Wenn Sie darunter leiden, sollten sie sich bewusst beobachten. Sobald Sie sich beim Zähneknirschen ertappen, sollten sie den Mund öffnen und Ihre Muskeln entspannen. Nachts sollten Sie im Zuge der Schienentherapie eine Schiene tragen, um Ihre Zähne zu schützen.
Wenn Sie unter akuten Schmerzen leiden, kann Ihnen ein Temperaturunterschied, z. B. durch Wärmezufuhr, helfen die Verspannungen abzubauen. Rotlicht kann zur Verminderung der Schmerzen der Kiefergelenke und der Muskulatur beitragen.
Diese Maßnahmen können Ihnen kurzzeitig helfen mit Ihren Verspannungen umzugehen, eine Funktionsanalyse und Behandlung beim Zahnarzt lässt sich dadurch jedoch nicht ersetzen.