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Karies

Karies ist ein zerstörender Befall der Zähne. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten verbreitete Krankheit weltweit.

Was versteht man unter Karies?

Bei Karies oder auch Zahnkaries handelt es sich um einen destruierenden Befall des Zahnhartgewebes, des Zahnschmelzes und des Dentins. Karies wird als die weltweit häufigste, chronische Krankheit angesehen. Die Entstehung von Karies ist dabei von vielen Faktoren abhängig.

Seinen Ursprung hat der Begriff Karies bei dem lateinischen Wort “caries”. Dieses kann als “Morschheit” oder “Fäulnis” übersetzt werden und bezieht sich auf die durch Mikroorganismen entstehende Erkrankung eines Zahnes. Karies ist häufig mit starken Schmerzen für den Patienten verbunden. Darüber hinaus ist der Befall an den Zähnen ansteckend.

Die verschiedenen Arten von Karies

Die verschiedenen Arten der bakteriellen Erkrankung der Zähne unterscheiden sich nach dem jeweiligen Zahnbereich, der durch den Karies betroffen ist:

  • Zahnhalskaries: Diese Art von Karies tritt meist bei älteren Menschen über 60 Jahren auf. Da sich das Zahnfleisch im Alter immer weiter zurückzieht, können die ungeschützten Zahnhälse leichter von Kariesbakterien angegriffen werden.
  • Grübchenkaries: Diese Art von Karies, auch Fissurenkaries genannt, entsteht meist auf den Kauflächen der Backenzähne. Einer der Hauptgründe für den Befall der Zähne ist eine unzureichende Mundhygiene. So könne sich Belege und Nahrungsreste auf dem Zahn, insbesondere in den kleinen Nischen und Mulden der Zahnkrone, ablagern. Da diese Bereiche schwer zu reinigen sind, bieten sie ein perfektes Einfallstor für Bakterien, die das Zahnfleisch zersetzen.
  • Oberflächenkaries: Hier sind die glatten Außenflächen der Zähne betroffen. Durch nicht entfernten Plaque kann es zur Bildung eines Belages kommen, welcher einen Nährboden für Kariesbakterien darstellt. Durch eine gründliche Mund- und Zahnpflege kann das Aufkommen von Oberflächenkaries deutlich reduziert werden.

Die unterschiedlichen Stadien von Karies

Die Karies auf dem Zahn wird von einem Zahnarzt nach vier Stadien der Erkrankung unterschieden:

Stufe 1: Das erste Stadium wird Initialkaries genannt. Streng genommen handelt es sich um eine Vorstufe der Karies, die sich aber ohne Behandlung der betroffenen Zähne weiter entwickeln kann. Angegriffen wird der Zahnschmelz, der an den befallenen Stellen schon entmineralisiert wurde. Bemerkbar macht sich der Initialkaries durch weiße, transparente oder bräunliche Flecken. Wird bei dieser Vorstufe schon mit der Behandlung begonnen, können Schäden noch rückgängig gemacht werden.

Stufe 2: Die folgende zweite Stufe wird Dentinkaries oder Schmelzkaries genannt. In diesem Stadium weist der Zahnschmelz schon deutliche Beschädigungen auf. So können sich Speisereste ablagern, die weiteren Bakterienbefall der Zähne nach sich ziehen und somit den Verlauf der Krankheit beschleunigen. Sichtbar macht sich der Schmelzkaries durch braune Flecken auf dem betroffenen Zahn.

Stufe 3: Die Karies breitet sich immer weiter aus, bis sie schlussendlich den Zahnschmelz durchdringt und das Zahnbein erreicht. In diesem Stadium kann es zu Schmerzen am Zahn kommen. Symptome für diese Stufe sind brauner oder schwarzer Zahnbefall. Häufig entsteht beim Patienten Mundgeruch.

Stufe 4: Im Endstadium der Karies hat sich ein Abszess in der Zahnwurzel gebildet. Des Weiteren ist die Karies bis zum sehr empfindlichen Zahnmark vorgedrungen. Symptome in diesem Stadium sind starke Zahnschmerzen. Darüber hinaus können sich Zahnwurzelentzündungen bilden. Bei dieser Stufe ist eine Behandlung durch einen Zahnarzt dringend erforderlich, da sonst ernste Konsequenzen folgen werden.

Wie entsteht Karies?

Die Ursache für die Entstehung der Karies liegt bei den Bakterien in unserem Mundraum. Diese bilden einen klebrigen Biofilm, der an den Zähnen haften bleibt. Gemischt mit Speiseresten und bestimmten Inhaltsstoffen im Speichel entsteht Plaque. Das stellt den idealen Nährboden für die Vermehrung von Bakterien dar, die sich von Kohlenhydraten aus der Nahrung ernähren. Dabei wird der in den Kohlenhydraten enthaltene Zucker in Säure umgewandelt. Durch die Säuren wird der Zahnschmelz über Zeit entmineralisiert, verliert dadurch an Festigkeit und wird durchlässig für die Bakterien. So wird es für die Bakterien möglich in das Zahninnere einzudringen und dort Schaden zu verursachen.

Durch geminderten Konsum von Zucker und einer bewussten Ernährung kann die schädliche Wirkung verlangsamt werden. Ebenfalls spielt die Zahnhygiene eine wichtige Rolle. So kann die Plaque abgetragen werden. Darüber hinaus hilft eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Des Weiteren ist der Körper in der Lage entstandene Schäden an Zähnen zu einem Teil selbst wiederherzustellen. So enthält der Speichel Inhaltsstoffe, die den Zahnschmelz wieder aufbauen können. Ebenfalls besitzt der Speichel einen ph-Wert, der die negative Wirkung der Säuren neutralisiert. Jedoch ist es so, dass in den meisten Fällen der natürliche Schutz der Zähne nicht ausreicht, sodass der Besuch beim Zahnarzt notwendig ist, um die Karies dauerhaft zu unterbinden und den Zahn zu schützen.

Wie wird Karies behandelt?

Befindet sich der Zahn noch im Initialkaries, können die Zähne noch heilen. Es wird ein Lack aus Fluorid aufgetragen, der den Mineralverlust an den betroffenen Stellen ausgleichen kann. Ist aber schon ein Loch im Zahnschmelz sichtbar, muss der Zahnarzt zu einer Füllung greifen.

Klassische Behandlung

Der Zahnarzt entfernt die Karies an der betroffenen Stelle. Als Nächstes verschließt der Zahnarzt den Zahn mit einer Füllung aus Kunststoff oder Amalgan. Sollte die Karies schon weiter fortgeschritten sein, wird der Zahn durch Bohren behandelt. Im schlimmsten Fall droht eine Wurzelbehandlung, ein Zahnimplantat oder sogar der Verlust der befallenen Zähne.

Behandlung ohne Bohren

Eine Behandlung der Zähne ohne Bohren ist bei noch nicht weit fortgeschrittener Karies möglich. Die Icon-Therapie oder Kariesinfiltration bietet den Vorteil einer für die Zahnsubstanz schonenden Behandlung. Bei dieser Methode wird keine gesunde Zahnsubstanz abgetragen. Ebenfalls eignet sie sich hervorragend für Angstpatienten.

Wie kann man Karies vorbeugen?

Als vorbeugende Maßnahme ist eine gründliche Mund- sowie Zahnpflege unumgänglich. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt entfernt Plaque und ist ebenfalls essenziell für eine entsprechende Mundhygiene 

Der deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde hat vier Säulen der Karies-Prophylaxe aufgestellt. Dazu zählt eine zahngesunde Ernährung, wobei zuckerhaltige Speisen vermieden werden sollen. Außerdem muss auf eine regelmäßige und ausreichende Mund- und Zahnpflege geachtet werden. Hilfreich ist darüber hinaus eine Verwendung von Zahncreme mit Fluorid. Als letzte Säule dient die Vorsorge beim Zahnarzt. Darüber hinaus sollte eine jährliche professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden.

Karies bei Kindern

Karies kann bei Kindern schon die Milchzähne befallen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die zweiten Zähne ebenfalls betroffen sind. Dadurch, dass die Milchzähne weicher sind als die zweiten Zähne und Kinder über die Nahrung mehr Zucker aufnehmen als Erwachsene, entstehen Bedingungen, die optimal sind für Karies. Aus diesem Grund sollten Eltern bei ihren Kindern auf eine optimale Zahnpflege vom ersten Zahn an achten.

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