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Funktionsanalyse

Bei der Funktionsanalyse nehmen die Zahnärzte in unserer Zahnarztpraxis in München eine umfassende Diagnostik des Kauorganes vor, wenn Kiefergelenksbeschwerden, Bissfehlstellungen und Zahnfleischerkrankungen Sie in Ihrem Wohlbefinden stören. Auch bei umfangreichen Implantatsbehandlung oder Kronen- bzw. Brückenversorgung ohne merkliche Beschwerden, legen unsere Zahnärzte Wert auf eine einwandfreie Funktionsdiagnostik, damit sich Ihr neuer Zahnersatz perfekt integriert.

Funktionsanalyse beim Zahnarzt

Bestehend aus Zähnen, Kiefer sowie Kiefergelenken und Muskeln, bildet das Kausystem des Menschen ein komplex ineinander greifendes Konstrukt. Selbst kleinste Veränderungen in Form einer Zahnlücke können dieses Gleichgewicht aus der Bahn werfen. Dies kann zu einer Reihe an funktionellen Störungen des Kiefers führen. Tückisch ist, dass diese Veränderungen in häufigen Fällen weder sicht- noch spürbar sind. Abhilfe schafft eine Funktionsanalyse beim Zahnarzt. Die Funktionsanalyse beinhaltet neben klinischen auch instrumentelle Diagnoseverfahren. So kann der Zahnarzt Auskunft über den Funktionszustand des Kausystems, auch bekannt als craniomandubuläre System, und Zähne geben.

Sollte der Zahnarzt bei der Funktionsanalyse Unstimmigkeiten im Zusammenspiel der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur feststellen, wird von einer Funktionsstörung des Kiefergelenks ausgegangen. Funktionsstörungen des Kiefers lassen sich grundsätzlich in drei Kategorien einteilen:

  • Arthropathien – Darunter versteht man Störungen des Kiefergelenks
  • Myopathien – Hierzu zählen Störungen der Kau- und Hilfsmuskulatur
  • Okklusopathien – Eine Störung des statischen oder dynamischen Okklusion

Zusammengefasst werden solche Funktionsstörungen des Kauapparats als craniomandibuläre Dysfunktion oder abgekürzt CMD bezeichnet.

Funktionsanalyse – Welche Aufgabe hat sie?

Unter Zuhilfenahme einer Funktionsanalyse kann der Zahnarzt ein fehlendes Zusammenspiel der Kaumuskulatur feststellen. Aber auch eine Fehlstellung der Kiefergelenke sowie ein falscher Biss können auf diese Weise diagnostiziert werden. Dieser liegt vor, wenn Ober- sowie Unterkiefer nicht korrekt aufeinander aufliegen. In solchen Fällen sprechen die Zahnärzte von einer Okklusionsstörung. Eine Störung dieser Art kann auf verschiedenste Ursachen zurückgeführt werden.  So reicht schon eine minimale Verschiebung bei der Verzahnung der Kiefer oder ein abgenutzter Zahnersatz um zu einer Vielzahl von unterschiedlichsten Beschwerden zuführen. Dazu zählt neben Kieferschmerzen auch ein Knacken der Kiefer. Das ständige Knirschen der Zähne kann beim Patienten letztendlich zu abgeriebenen Zähnen führen. Darüber hinaus entstehen Verspannungen der Kiefer-, Rücken- sowie Nackenmuskulatur, die letztendlich in Kopfschmerzen enden. All diese Symptome sind häufige Begleiterscheinungen einer Okklusionsstörung und erfordern eine angemessene Behandlung.

Auslöser für diese Erscheinungen ist ein ständig überbeanspruchter Kiefer, da dieser versucht die richtige Bisslänge wiederherzustellen. Um dem Patienten sinnvolle Maßnahmen zu ermöglichen, führt der Zahnarzt eine Funktionsanalyse durch, damit selbst die kleinsten Veränderungen im Kiefer diagnostiziert werden können. Insbesondere bei der CMD-Diagnostik spielt die Funktionsanalyse für den Zahnarzt eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund ist sie unabdingbar für den Zahnarzt bei einer CMD-Therapie.

Wann wird eine Funktionsanalyse eingesetzt?

Die Funktionsanalyse lässt sich in eine klinische (manuelle) und instrumentelle Analyse unterteilt. Dabei erfassen beide Verfahren negative Veränderungen der Kieferfunktionen. Eingebunden in die Analyse werden die Zähne und das Kiefergelenk, aber auch die Kaumuskulatur sowie der Zahnhalteapparat. Eine Funktionsanalyse ist aber nicht nur im Zusammenhang mit einer CMD-Therapie sinnvoll, sondern kann auch bei einer Reihe weiterer Erkrankungen und Probleme zurate gezogen werden. Dazu zählen:

  • Restaurative Maßnahmen der Zähne, wie in etwa Zahnaufbauten, Kronen, Brücken sowie Prothesen
  • Erkrankungen der Kiefergelenke, die zu Gelenkgeräuschen und Schmerzen im Kiefer führen kann
  • Eingeschränkter Bewegungsradius im Kiefer (Kiefersperre)
  • Spannungen und Schmerzen der Kiefermuskulatur
  • Behandlungen von Bruxismus
  • Parodontalerkrankungen begleitend mit Fehlbelastungen
  • Herstellung sowie Anpassung von individuellen Aufbissschienen für die Zähne
  • Begleitend bei einer kieferorthopädischen Behandlung

Wie unterscheiden sich die Arten der Funktionsanalyse?

Klinische Funktionsanalyse

Am Anfang der klinischen oder auch manuellen Funktionsanalyse in der Zahnarztpraxis Bogenhausen in München steht eine eingehende Anamnese, die alle Beschwerden und Leiden des Patienten erfasst. Darauf folgt eine ganzheitliche manuelle Funktions- und Strukturanalyse. Dabei werden mit den Fingerspitzen die unterschiedlichen Kau- und Kopfmuskeln auf empfindliche Druckpunkte – sogenannte Triggerpunkte – untersucht, deren Verhärtungen oft an anderen Körperstellen Schmerzen auslösen können.

Zudem wird das Kiefergelenk vor den Gehörgängen ertastet, um mögliche Entzündungen der Gelenkkapseln festzustellen. Auch die Körperhaltung wird zur Diagnose herangezogen und ist ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung, da eine Fehlhaltung auf eine cryniomandibuläre Dysfunktion hindeuten kann.

Des Weiteren wird eine Untersuchung, ob ein falscher Biss beim Patienten vorliegt, durchgeführt. Diese erfolgt mithilfe einer Schirmstockfolie, die eine Genauigkeit von 8 Mikrometern aufweist. Indem der Patienten einen Zahnabdruck auf der Folie hinterlässt, werden Frühkontakte, die z.B. durch eine zu hohe Zahnfüllung entstehen können, erkannt. Diese tritt auf, wenn ein Zahn mit dem gegenüberliegenden Zahn früher als der Rest der Zahnreihe zusammentrifft.

Die klinische Untersuchung wird in unserer Zahnarztpraxis in München durch eine instrumentelle komplementiert. Dabei stellen die Ergebnisse der manuellen Funktionsanalyse wichtige Erkenntnisse  für die weitere Behandlung dar.

Instrumentelle Funktionsanalyse

Aufbauend auf den zuvor gewonnen Ergebnissen erfolgt die instrumentelle Funktionsanalyse. Zuerst werden die Kaubewegungen sowie die Position der Kiefergelenke einer genauen Analyse unterzogen. In einigen Fällen müssen zusätzlich mit einem mittlerweile digitalen Aufzeichnungsgerät die Gelenkpositionen des Unterkiefers vermessen werden. Mithilfe der daraus ermittelten Daten und den zuvor erstellten Röntgenbildern kann der Zahnarzt neben  genauen Diagnosen auch einen Befund zum Gesundheitszustand des Kiefergelenks stellen.

Aufbauend darauf wird durch die instrumentelle Funktionsanalyse die Lagebeziehung der Ober- und Unterkiefer zueinander untersucht. Dies erfolgt durch einen sogenannten Bissregistrat. Dabei handelt es sich um weiche Platten, bestehend aus Wachs oder Kunststoff, auf die der Patient beißt, um einen genauen Abdruck der Stellungen sowie Kontaktpunkte der Kiefer zu messen. Der Einsatz eines Gesichtsbogens ermöglicht eine Analyse der genauen Positionierung des Kiefers zum Kiefergelenk sowie der Zahnreihen zum Schädel.

Anschließend kommt ein Kausimulator (Atikulator) zum Einsatz. Dieser setzt die ermittelten Daten in realitätsnahe Kaubewegungen des Patienten um. So können alle Faktoren ermittelt werden, die den Biss und die korrekte Okklusion (ideale Zahnkontaktposition) stören können. Dadurch können Rückschlüssen über den funktionellen Rückstand des Kiefers gewonnen werden. Basierend darauf können erfolgen individuelle Behandlungsmaßnahmen.

Funktionsanalyse in unserer Zahnarztpraxis in München

Auf Grundlage der gewonnenen Befunddaten werden mit dem Patienten, in einem separaten Planungstermin, alle Therapiemöglichkeiten durchgesprochen um so einen gemeinsamen Plan entwickeln zu können. Nur auf diesem Wege ist in unseren Augen eine langfristig erfolgreiche Restauration zu gewährleisten.

Unsere Zahnarztpraxis Bogenhausen in München legt größten Wert darauf, dass wir dem Patienten die beste Therapie garantieren. Aus diesem Grund erfolgt eine Behandlung nur unter den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird mithilfe von fortschrittlichen Technologien durchgeführt.

Sollten Sie nun unter den genannten Symptomen leiden, zögern Sie nicht unsere Praxis in München zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne und zaubern wieder ein strahlendes Lächeln in Ihr Gesicht!

Liebe Patientinnen und Patienten,

wir sind weiterhin für Sie da! Wir halten uns genauestens an alle Vorgaben seitens des Robert-Koch-Instituts und unser bereits vor Corona vom Gesundheitsamt als vorbildlich bezeichnetes Hygienemanagement.

Folgende Maßnahmen haben wir für Sie getroffen:

  • Die ohnehin hohen Hygienestandards in unserer Praxis wurden seit letzter Woche noch einmal erhöht
  • Wir rufen Sie gerne kurz vor Behandlungsbeginn an, um Wartezeiten in der Praxis zu umgehen
  • Sämtliche Oberflächen wie Türklinken, Tresen, Tastaturen, Behandlungsliegen sowie Gästetoiletten desinfizieren wir nach jedem Patientenkontakt speziell und aufwändig.

Wenn Sie zu uns kommen:

  • Desinfizieren Sie sich bitte die Hände am Empfangsbereich
  • Ferner bitten wir Sie Ihre Termine abzusagen, bei auftretenden Symptomen (trockener Husten, Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit) oder wenn Sie zu der Risikopatienten gehören (ab 60 Jahren mit Vorerkrankungen)

Bei Fragen rufen Sie uns gerne an. Unsere geänderten Telefonsprechzeiten entnehmen Sie bitte unserem Anrufbeantworter.